Der Deutsche Bundestag hat in seiner gestrigen Sitzung dem Ausstieg Deutschlands aus der Braunkohleverstromung bis 2038 zugestimmt. Dies betrifft auch Kohlekraftwerke in der brandenburgischen und sächsischen Lausitz. Die GRÜNE JUGEND Brandenburg betrachtet den Kompromiss kommenden Generationen und den Menschen in der Lausitz gegenüber als absolut verantwortungslos.

Josepha Albrecht, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, erklärt dazu:
„Es ist unfassbar unverantwortlich, dass für eine Industrie mit einem gesetzlich festgelegten, wenngleich viel zu späten Verfallsdatum immer noch Dörfer abgebaggert werden sollen. Proschim ist nun endgültig sicher vor der LEAG, aber Dörfer wie Mühlrose sollen immer noch umgesiedelt werden. Das muss verhindert werden! Es ist absolut heuchlerisch, wenn die Kohlelobby vor durch den Kohleausstieg ‚bedrohten Existenten‘ warnt, aber gleichzeitig tausende Menschen aus ihrer Heimat und im Fall der Sorb*innen/Wend*innen aus ihrem angestammten Siedlungsgebiet vertreibt. Alle Dörfer müssen bleiben!“

Gerrit Alino Prange, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, ergänzt:
„Klimaschützer*innen sind sich deutschlandweit einig: 2038 ist deutlich zu spät. Das 1,5-Grad-Ziel kann so nicht eingehalten werden. Und anstatt alle zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel in Klimaschutz und Strukturwandel zu investieren, wird den Kohlekonzernen ein vergoldeter Ausstieg ermöglicht. Allein in Brandenburg ist die Braunkohleverstromung für fast zwei Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Kohlekonzerne dafür zu bezahlen, dass sie die Umwelt nicht mehr belasten, ist zynisch!“

Pressemitteilung vom 14.01.2020