Anlässlich des Internationalen Tags der behinderten Menschen am 3. Dezember 2007 erklärt SARAH BENKE, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg:

„Integration ist kein Präsent für benachteiligte Menschen – sie ist ein Geschenk für die Gesellschaft! Deshalb spricht sich die GRÜNE JUGEND Brandenburg für ein integratives Leben und Lernen aus – von Anfang an.

Das gemeinsame Leben und Lernen von behinderten und nicht behinderten Kindern stellt in Brandenburg noch immer eine Seltenheit dar. In Kindergärten und Schulen muss es zur Pflicht werden, dass Kinder mit und ohne Beeinträchtigung Vvon klein auf gemeinsam spielen und später unterrichtet werden. Nur durch direkten sozialen Kontakt
können nicht behinderte Kinder für Menschen mit Beeinträchtigungen sensibilisiert werden. Dadurch werden Berührungsängste abgebaut oder keimen erst gar nicht mehr auf.

Jedes Kind, egal ob mit oder ohne Behinderung, muss einen Rechtsanspruch auf den Schulbesuch der von uns geforderten gemeinsamen Ganztagsschule haben. Dazu sind zusätzliche Qualifikationen von ErzieherInnen und unterrichtenden Lehrkräften von Nöten. Eine entsprechende Vertiefung der Ausbildung bzw. des Studiums um den Fachbereich der Heil- bzw. Sonderpädagogik ist unumgänglich.

Mit dem im März dieses Jahres unterzeichneten Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zeigt die Bundesrepublik, dass sie sich für eine Stärkung der Rechte und Möglichkeiten behinderter Menschen einsetzen will. Für die GRÜNE JUGEND Brandenburg ist das nicht genug: Wir fordern keine Stärkung, sondern eine allumfassende Anerkennung der Gleichwertigkeit der Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Denn eine
Gesellschaft, in der tatenlos zugesehen wird, wenn Menschen aufgrund niederer Beweggründe diskriminiert, diskreditiert und benachteiligt werden, kann auf Dauer nicht lebensfähig sein!“