Zu den Vorwürfen gegen den Luckenwalder Stadtverordneten Tom Ritter äußert sich die GRÜNE JUGEND Brandenburg wie folgt:

JOSEPHA ALBRECHT, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, erklärt:

„Tom Ritter ist nicht nur aktives Mitglied der GRÜNEN JUGEND Brandenburg und antifaschistischer Kommunalpolitiker, sondern vor allem immer wieder mit Attacken von Rechtsextremen konfrontiert. Wir standen und stehen hinter unserem Mitglied und seinen Aussagen. 

Es ist alarmierend, dass Erik Stohn als Sozialdemokrat diese Tendenzen verschweigt und die Polizei unkritisch verteidigt. Das ist weder sozial, noch solidarisch – sondern einfach nur schockierend. Haltlos sind auch die Äußerungen von Danny Eichelbaum, welche die Realität nicht anerkennen und zeigen, dass eine kritische inhaltliche Auseinandersetzung mit der Polizei seitens der CDU nicht gewünscht ist. Das attestiert aus unserer Sicht ein mangelndes Demokratieverständnis.“ 

GERRIT ALINO PRANGE, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, ergänzt:

„Strukturelle Diskriminierung, rechtes Gedankengut und rechtsextreme Strukturen sind bekannte und vorhandene Probleme innerhalb der Polizei. Diese Realität anzuerkennen und selbstkritisch das eigene Handeln zu hinterfragen, muss auch Aufgabe von Polizeigewerkschaften sein. Tun sie dies nicht, müssen sie sich den Vorwurf gefallen lassen, strukturelle Probleme zu verstärken und die Interessen davon betroffener Personen nicht ernstzunehmen. 

Wir beharren weiterhin auf unserer Forderung, dass eine unabhängige Studie zu rassistischen und rechtsextremen Strukturen innerhalb der Polizei absolut notwendig ist. Wenn die Polizei tatsächlich vollumfänglich auf dem Boden des Grundgesetzes und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht, dann wird auch eine Studie dies nicht infrage stellen können. Wir erwarten, dass die versprochene Schaffung einer*s unabhängigen Polizeibeauftragten für das Land Brandenburg endlich von der Landesregierung vollzogen wird.”

PRESSEMITTEILUNG VOM 10.02.2021