Die GRÜNE JUGEND Brandenburg kritisiert, dass noch nicht allen Bewohner*innen in Brandenburger Gemeinschaftsunterkünften als Personen der Priorisierungsstufe 2 ein Impfangebot gemacht wurde, obwohl die Situation für sie besonders schwierig ist.


JOSEPHA ALBRECHT, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, erklärt hierzu: „In der Theorie hätten Geflüchtete schon ab Februar geimpft werden können. Praktisch hat es die Landesregierung verschleppt, insbesondere dieser strukturell benachteiligten Personengruppe ein Impfangebot zu machen. Bis jetzt ist unklar, wann die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen der Gemeinschaftsunterkünfte geimpft sein werden. Wir erwarten einen nachvollziehbaren Impfplan, das Angebot von mehr als einem Impfstoff und den Einsatz von mehr als einer mobilen Impfstraße.“


GERRIT ALINO PRANGE, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, ergänzt: „Um einer Impfskepsis vorzubeugen, müssen unbedingt mehrsprachige Informationen über die Wirkungsweise von Impfungen angeboten werden. Menschen in Gemeinschaftsunterkünften sind besonders gefährdet, weil sie sich Zimmer, Sanitärräume und Küchen mit vielen anderen Menschen teilen müssen. Dazu kommt die permanente Angst vor einer möglichen Abschiebung in lebensgefährliche Länder, wie beispielsweise Afghanistan.“


Die GRÜNE JUGEND Brandenburg setzt sich für Menschen ein, welche kaum Möglichkeiten haben sich politisch Gehör zu verschaffen. Wir fordern alle verantwortlichen Akteur*innen dazu auf, besonders marginalisierten Menschen zuzuhören, sie in ihren Anliegen ernstzunehmen und schnellstmöglich die eigenen Ankündigungen und Versprechen einzuhalten.Wir stehen solidarisch mit allen Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen von Gemeinschaftsunterkünften.

PRESSEMITTEILUNG VOM 17.05.2021