Am 28.04.2021 wurden 4 Menschen in der Potsdamer Eingliederungshilfe-Einrichtung „Oberlin Lebenswelten“ tot aufgefunden, eine weitere Person ist schwerverletzt. Es gibt deutlich Anzeichen, dass sie Opfer von Gewalt durch eine Mitarbeiterin wurden – in Deutschland noch immer kein Einzelfall.

MARIE LIEBIG, Inklusionsbeauftragte der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, beunruhigt diese Nachricht sehr: „Es wird häufig dargestellt, dass Menschen mit Behinderung in diesen „Schutzräumen“ die Unterstützung im Leben erhalten, die sie brauchen. Jedoch erfahren wir immer wieder, dass genau dieser angebliche Schutzraum es nicht schafft, vor Gewalt zu schützen. Mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl gilt sowohl den Angehörigen als auch den Mitbewohner*innen der Verstorbenen.“

MARIANA KRAFT, Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, ergänzt:
„Als GRÜNE JUGEND Brandenburg ist es für uns essentiell, die Rechte von Menschen mit Behinderung zu stärken. Wir setzen uns für strukturelle und allumfassende Beteiligungsmöglichkeiten für besonders vulnerable Personen in unserer Gesellschaft ein! Gleichzeitig muss es von großer politischer Priorität sein, dass Schutzräume geschaffen, erhalten und gewährleistet werden!“

PRESSEMITTEILUNG VOM 29.04.2021