Mit einer gemeinsamen Aktion am Freitag, dem 16. Juli, kämpfen die GRÜNE JUGEND und die Linksjugend [’solid] gegen den Stillstand in der Verkehrswende. Zahlreiche Bahnstrecken in Brandenburg sind stillgelegt, obwohl flächendeckender öffentlicher Nahverkehr Voraussetzung für die Verkehrswende und damit für effektiven Klimaschutz ist. Die Jugendorganisationen legen den Fokus auf die Regionalbahnstrecke zwischen Werneuchen und Wriezen, auf der bis ins Jahr 1998 regelmäßig Züge fuhren. Sie fordern die schnelle Reaktivierung der Strecke und einen Stundentakt, der auch in den Abendstunden und am Wochenende gilt.

Von 15 Uhr bis 16 Uhr lädt ein kreativer Infostand am Wriezener Bahnhof Pendlerinnen und Pendler zum offenen Austausch ein. Danach machen sich die Mitglieder der GRÜNEN JUGEND und der Linksjugend mit dem Fahrrad auf den Weg zu verschiedenen Abschnitten der Bahnstrecke. Zunächst wird die Querung der Bundesstraße 167 aufgesucht. Für eine Reaktivierung der Zugstrecke nach Werneuchen muss an dieser Stelle die Umgehungsstraße mit einer Brücke über die Gleise geführt werden. Anschließend fahren die jungen Grünen und Linken zum Schulzendorfer Bahnhof, an dem zur Zeit kein einziger Regionalzug hält. Die Mitglieder werden auf den Gleisen Unkraut jäten, um auf symbolischem Wege den schnellen Handlungsbedarf zu betonen.

„Zuverlässiger öffentlicher Nahverkehr stärkt die ländlichen Räume, macht besonders junge Menschen unabhängiger und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz. Dass wir im Kampf gegen die Klimakrise keine Zeit verlieren dürfen, zeigen aktuell dramatische Wetterphänomene auf der ganzen Welt. Wir fordern das CDU-geführte Verkehrsministerium in Brandenburg auf, die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken mit allen Kräften und ohne faule Ausreden voranzutreiben“, erklären Marek Lipp, Linksjugend [’solid] Brandenburg, und Anna Emmendörffer, GRÜNE JUGEND Brandenburg, gemeinsam.

Pressemitteilung vom 13.07.2021