Auch in diesem Jahr ist der 25. November „Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen”. Jegliche Form von Gewalt und Diskriminierung muss jedoch immer wieder aufs Neue enthüllt, thematisiert und bekämpft werden. Denn auch an jedem anderen Tag im Jahr wird Frauen in allen sozialen Bereichen in den vielfältigsten Formen Gewalt zugefügt. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden 2019 knapp 114.903 Frauen Opfer von Gewalt durch ihren (Ex-)Partner. In über 300 Fällen handelte es sich um Mord oder Totschlag.

Gerade in Zeiten der Pandemie, in der die  Anzahl an Gewalttaten an Frauen in die Höhe springt, ist es wichtig diese öffentlich zu machen und den Betroffenen Schutzräume zu ermöglichen. Es ist inakzeptabel, wenn durch die  Kontaktbeschränkung der Zugang zu Frauenhäusern und Beratungsstellen verwehrt wird.

Brandenburg muss sich zielstrebiger an die Istanbul Konvention von 2017 halten. Es darf auf keinen Fall zu Situationen kommen in welchen hilfesuchenden Frauen aufgrund von begrenzten Kapazitäten  abgewiesen werden. Brandenburg erreicht aktuell die Kapazitätsgrenzen, hier muss sofort gehandelt werden!

„Es werden ausreichende, unbürokratische und langfristige finanzielle Mittel benötigt, um den von Gewalt betroffenen Frauen eine angemessene Betreuung zu ermöglichen. Nur so kann eine vertrauenswürdige Hilfsstruktur entstehen, in welcher Frauen Schutzeinrichtungen aufsuchen und so Gewaltspiralen entkommen können“, betont Mariana Kraft, Genderpolitische Sprecherin GJ Brandenburg.

Die Telefonhotline 08000 116 016 ist kostenlos und bundesweit rund um die Uhr für Betroffene erreichbar.

PRESSEMITEILUNG VOM 25.11.2020