Das Bundesinnenministerium plant am heutigen Mittwoch eine Sammelabschiebung von Flughafen BER nach Afghanistan, welche durch das Land Brandenburg organisiert wird.

JOSEPHA ALBRECHT, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, erklärt dazu: „Unabhängig davon, ob Abschiebungen nach Afghanistan rechtlich erlaubt sind, ist eine solche Tat unmenschlich und führt zu einer akuten Bedrohung für das Leben der Abgeschobenen! Es ist unerträglich, dass auch in Pandemiezeiten die Prioritäten des Bundesinnenministeriums und Brandenburger Innenministeriums darauf liegen, schutzsuchende Menschen ein angeblich ‚Sicheres Herkunftsland‘ abzuschieben.“

GERRIT ALINO PRANGE, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, ergänzt: „Es darf keine Abschiebungen mehr nach Afghanistan geben – und vor allem nicht unter Brandenburger Federführung und Beteiligung! Abschiebungen müssen sofort gestoppt und untersagt werden! Das CDU geführte Innenministerium überschreitet im Schatten der Pandemie eine rote Linie der Menschlichkeit. Wir erwarten, dass die geplante Abschiebung sofort abgebrochen und die Flugerlaubnis verweigert wird!“

Geflüchtetenorganisationen, NGO’s und politische Organisationen haben in der Vergangenheit wiederholt darauf hingewiesen, dass Abschiebungen nach Afghanistan eine unkalkulierbare Gefahr für die betreffenden Personen bedeuten. Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und Freiheit sind in Afghanistan nicht gewährleistet. Die aktuelle Pandemie erschwert diesen instabilen Zustand.
Die GRÜNE JUGEND Brandenburg unterstützt die Demonstration heute Abend um 18 Uhr am Flughafen BER und ruft dazu auf, sich mit Abstand, Maske und einem negativen Testergebnis an dem Protest zu beteiligen.

PRESSEMITTEILUNG VOM 07. APRIL 2021