50 Jahre nach der Einführung des BAföG ist die Quote der Studierenden, die BAföG erhalten, mit knapp 11 Prozent so niedrig wie nie. Heute verkündete das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur die Einführung des digitalen Antragsassistenten „BAföG Digital“. Die GRÜNE JUGEND Brandenburg kritisiert: Der Missstand, dass nur wenige Studierende und Schüler*innen BAföG beziehen, liegt nicht nur an dem komplizierten Antragsverfahren, sondern vor allem an den realitätsfernen Kriterien.


JOSEPHA ALBRECHT, Schülerin und Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg, erklärt hierzu: „Herkunft darf keine Hürde für Bildung sein – aber faktisch ist sie es mehr denn je. Die derzeitigen Kriterien für das Schüler*innen-BAföG verstärken diese Ungleichheit noch weiter. Unter der Pandemie haben Schüler*innen besonders gelitten. Deswegen muss das Schüler*innen-BAföG so erweitert werden, dass alle Schüler*innen prinzipiell förderfähig sind.“


ANNA EMMENDÖRFFER, Studierende und Bündnisgrüne Spitzenkandidatin für den Bundestag, ergänzt: „Wir begrüßen die Umsetzung des digitalen Antragsassistenten in Brandenburg. Darüber dürfen die notwendigen strukurellen Veränderungen aber nicht vernachlässigt werden! Der BAföG-Höchstsatz muss den realen Lebenskosten angepasst, jährlich neu berechnet werden und perspektivisch als Grundsicherung für alle Schüler*innen, Studierende und Azubis umgebaut werden.“
Die GRÜNE JUGEND unterstützt das Bündnis „50 Jahre BAföG. Kein Grund zu feiern.“ (https://bafoeg50.de/)

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PRESSEMITTEILUNG VOM 26.05.2021