PRESSEMITTEILUNG VOM 30.04.2020

„Das Lippenbekenntnis der Landesregierung kommt Monate zu spät und ist völlig unzureichend. Wieder einmal wird deutlich, dass die Solidaritätsbekundungen der Koaltion nichts als leere Worte sind. Im Koalitionsvertrag ist ein kleines Programm zur Aufnahme von 200 Schutzsuchenden festgehalten, aber Brandenburg hätte sogar Platz für 3500. Jetzt lautstark die Aufnahme von 50-60 Menschen anzukündigen ist unerträglich!” erklärt Josepha Albrecht, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg. 

„Es braucht endlich ein weiteres, größeres Aufnahmeprogramm, mehr Druck auf das BMI und eine Bundesratsinitiative, um den Ländern eine eigenständige Aufnahme Schutzsuchender zu ermöglichen. Horst Seehofers Asylpolitik ist unmenschlich. Brandenburg muss signalisieren, dass wir Platz haben! 
Wir fordern die dringend erforderliche Aufstockung der finanziellen und personellen Ressourcen des Integrations- und Gesundheitsministeriums. Beide Krisen, sowohl die COVID-19 Pandemie, als auch die Situation an den EU-Außengrenzen, müssen zusammengedacht werden. Alles andere wäre verantwortungslos.” ergänzt Gerrit Alino Prange, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg.

Gestern verkündete die Landesregierung 50 bis 60 Kinder und Jugendliche aus den grichischen Lagern aufzunehmen. Für die GRÜNE JUGEND Brandenburg kommt die Ankündigung zu spät und reicht bei weitem nicht aus. Bereits im Dezember forderte die GRÜNE JUGEND Brandenburg die Aufnahme schutzsuchender Kinder und Jugendlicher aus den Lagern auf den griechischen Inseln.