Die GRÜNE JUGEND Brandenburg begrüßt das Beteiligungskonzept am Landesnahverkehrsplan des Landesministeriums für Infrastruktur und Landesplanung und hat in diesem Rahmen dem Ministerium eine Reihe von Fragen und Ideen zukommen lassen. Die vorgesehenen Verbesserungen für die Hauptstadtregion werden begrüßt, vermisst werden im Entwurf des Ministeriums jedoch vor allem Anstrengungen für den Schienenverkehr auf dem Land. „Im Brandenburger Norden sollen einige Zugstrecken weiterhin nicht befahren werden, obwohl sie wichtige Querverbindungen für die Region wären. Vor allem für junge Menschen und alle anderen auf dem Land, die ohne ein eigenes Auto auskommen müssen, ist es von enormer Bedeutung, in alle Richtungen gut angebunden zu sein“, so Robert Funke, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg. Konkret handelt es sich um die Strecken Templin – Joachimsthal, sowie Neustadt – Neuruppin.

Außerdem lässt der Entwurf für den Landesnahverkehrsplan einige Probleme einfach außer Acht: „Das Brandenburger Schienennetz hat so seine Tücken. Es kann beispielsweise eine Regionalbahn aus Potsdam nicht in Blankenfelde-Mahlow halten, weil es dort keinen Bahnhof dafür gibt“, erklärt Phillip Maaßen von der GRÜNEN JUGEND Teltow-Fläming, der stattdessen in Berlin umsteigen muss, um nach Potsdam zu kommen. „Ein Kreuzungsbahnhof in Blankenfelde-Mahlow würde viel verändern, ohne dass Züge anders fahren müssten. Uns ist es wichtig, dass solchen Ideen hinreichend nachgegangen wird. Denn sie sind zukunftsweisend für die Mobilität in Brandenburg!“

Zusätzlich dazu sieht die GRÜNE JUGEND Brandenburg auch die nächtliche Anbindung Brandenburgs als wichtig an. „Gerade für junge Menschen, aber auch für alle, die gerne Kulturveranstaltung in weiter entfernten Städten nutzen wollen, ist es essentiell, auch zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen nach Hause zu kommen“, so Ricarda Budke, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg. „Ein nächtlicher Zwei-Stunden-Takt auf allen Regionalexpresslinien würde die Situation vieler verbessern und auch die vielen Regionen Brandenburgs ohne S-Bahn-Anbindung wesentlich attraktiver machen.“

 

Kontakt:
Ricarda Budke, Sprecherin 0177 7742746
Robert Funke, Sprecher 0152 29297199
Phillip Maaßen, GRÜNE JUGEND Teltow-Fläming 0176 44737095

 

Hier die Fragen der GRÜNEN JUGEND Brandenburg an das Ministerium:

  • Wäre es möglich, die Linien RB73 und RB74 zusammenzulegen, um kleinteilige Linienführung und daraus resultierende Umstiege zu beenden?
  • Können die Gleise zwischen Neustadt, Neuruppin und Löwenberg wieder für den Regionalverkehr genutzt werden, um eine neue Querverbindung für die Nordwesten zu schaffen?
  • Können die Gleise zwischen Templin und Joachimsthal wieder genutzt werden? Mit einer Linie, die Löwenberg, Templin, Joachimsthal und Eberswalde verbindet, würde sich vieles zum positiven ändern. Denn derzeit gibt es keine Verbindung von Templin nach Barnim.
  • Wie sieht es mit Bauprojekten für die Zukunft aus? Das Brandenburger Schienennetz hat so seine Tücken. So kann beispielsweise die RB22 nicht in Blankenfelde-Mahlow halten, weil es dort am Außenring keinen Bahnhof gibt. Ein Kreuzungsbahnhof am Berliner Außenring in Blankenfelde-Mahlow könnte sinnvoll sein. Wird solchen Ideen für die Zukunft hinreichend nachgegangen?
  • Kann damit gerechnet werden, dass es eines Tages PlusBus-Linien zwischen Templin, Prenzlau und Schwedt, sowie zwischen Fürstenwalde, Beeskow und Eisenhüttenstadt geben wird? Diese Strecken kann der Zugverkehr nicht abdecken, dennoch gibt es eine große Zahl an Pendler*innen.
  • Setzt sich Brandenburg dafür ein, dass es in Zukunft Verbindungen über Meyenburg nach Mecklenburg-Vorpommern geben wird?
  • Nach dem Linienkonzept 2022 wäre Wustermark deutlich schlechter angebunden als bislang. Kann die Linie RB13 nicht zusätzlich zur neuen RB21 bestehen bleiben? So würde außerdem ein 20-min-Takt für Elstal, Dallgow und Staaken geschaffen.
  • Wird es möglich sein, alle Regionalexpresslinien nachts durchgehend zweistündlich fahren zu lassen? Besonders für junge Menschen ist es wichtig, auch in der Nacht alles erreichen zu können.
  • Wie kann die von Ihnen angedachte Weiterentwicklung des Azubi-, und Schüler*innentarifs mit den Interessen für junge Menschen in Einklang gebracht werden? Vielleicht mit mehr Partizipation, Gültigkeit der Schüler*innentickets in ganz Brandenburg oder gar komplett ticketloser Verkehr für Azubis und Schüler*innen?