Hallo liebe Leute,
die 1. Landesmitgliederversammlung dieses Jahres ist vorbei. Wir haben das Wochenende in der sehr schönen Jugendherberge in Oranienburg-Sachsenhausen mit spannenden Beiträgen verbracht.
Die Workshops präsentierten das gesetzte Thema der LMV „Vegan und vegetarisch Leben“.
Der erste Workshop wurde von Christian Vagedes geleitet. Wenn wir geglaubt hatten, dass es hier um das reine vegane Essen gehen sollte, irrten wir. Der Vorsitzende der Veganen Gesellschaft ließ viel mehr verlauten. So hat das vegan Essen etwas mit Frieden zu tun. Ein Mensch, der „friedlich“ isst, sprich Tiere verschont, verschont auch Menschen. Er bietet Schutz für alle Lebewesen. Vegan sein bedeutet
Gerechtigkeit. Der Welthunger wäre so gut wie Geschichte, wenn man nicht viele Tonnen Futtermittel erst für die Tiere anbaut, um sie dann auszubeuten, sondern den direkten Weg zum Menschen gehen würde. Vegan sein heißt Schutz für den Regenwald. Sojafelder über Sojafelder, auch genetisch manipuliert, sorgen dafür, dass der Regenwald immer kleiner wird – und alles nur, damit pflanzliches Eiweiß in tierisches umgewandelt wird. Der Workshop gab uns das Gefühl, dass es somit nicht um eine Mahlzeit geht, die keine tierischen Produkte enthält, sondern dass eine ganze Erde daran hängt. Auf Fragen warum nicht viel mehr Menschen diese Form des friedvollen Lebens annehmen, wurden Antworten entwickelt. Das jetzige Nahrungssystem ist abhängig von Konzernen. Jene ködern die Leute mit Werbung. Hier wird ein System der Gedankenlosigkeit aufrechterhalten, was uns zu unkritischen Konsumenten macht.
Im zweiten Workshop gab uns Andreas Schneider vom VEBU einen Einblick in die vegetarisch lebende Bevölkerung. Er sprach
vom schrittweisen Verzicht auf Fleisch und letztendlich auch von sämtlichen tierischen Produkten. Seine anschauliche Powerpoint-Präsentation belegte mit Zahlen wie z.B. der Wasserverbauch allein durch die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und anderen tierischen Produkten enorm hoch ist. Er zeigte uns Kurzfilme und Dokumentationen zum Thema Eier-, Milch- und Fleischproduktion. Das Resultat war schmerzhaft. Kühe stehen in engen dunklen Ställen. Ihre Körper sind geschunden vom dicken Euter, der Enge und dem harten Boden und schlechten Essen. Dicke Geschwülste hindern die Tiere am normalen Laufen. Schweine gaben ein ebenso scheußliches Bild ab. Speziell für die Enge gezüchtete Tiere zwängten sich im Stall. Küken wurden in Fließbandarbeit nach männlich und weiblich getrennt. Männliche Küken wurden lebendig vergast oder zerkleinert. Am Ende lagen Berge von toten Küken auf nackten Fließen und wurden mit Schaufeln in große Tonnen befördert. Dabei musste auch die biologische Branche entlarvt werden. Auch hier muss
Wirtschaftlichkeit gesichert sein. So ist es kein Freibrief für tierische Produkte nur weil man sie biologisch erwirbt und verzehrt.
Beide Workshops überzeugten uns davon, dass es so nicht weitergehen kann. Wir fordern daher von Bündnis 90/Die Grünen in Brandenburg und auf Bundesebene, dass sie jegliches Fleisch von ihrer Speisekarte bei allen politisch organisierten Veranstaltungen entfernen. Als Grünen Jugend Brandenburg wollen wir hier eine Vorreiterrolle aufnehmen.
Wir bedanken uns bei den beiden Referenten Christian Vagedes und Andreas Schneider für ihr Kommen und ihr Engagement.
Außerdem freuten wir uns über das Kommen von Helena aus der Strukturkommission und Norma vom Landesvorstand in Sachsen.
Das Wochenende war für so Manche die letzte Zeit als Mitglied bei der GJ. Wir müssen uns leider von Britta und Clemens verabschieden, die ihre letzte LMV nun erlebt haben. Wir möchten uns als Vorstand im Namen aller Gj-Leute von Brandenburg für die wunderbare Zeit mit ihnen
bedanken. Tausend Dank für euer Engagement auch im Landesvorstand und bei so manchen schwierigen Aufgaben in der letzten Zeit. Die GJ Brandenburg sagt Tschüß.


