Langweilig - wie die Sozialpartnerschaft. Der Landevorstand der GRÜNEN JUGEND Brandenburg zum 1. Mai
Wie weit fortgeschritten ist doch der neoliberale Konsens, als dass es inzwischen schon Usus in der Linken ist, die sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften und ihren Einfluss vor den Angriffen der politischen und wirtschaftlichen Elite verteidigen zu müssen. Dabei ist nichts so langweilig wie die Sozialpartnerschaft, jenes Konstrukt der deutschen Politik, in dem sich die Gewerkschaften als Partner der KapitalistInnen begreifen, obwohl ihre Ziele sich doch in der Theorie unvereinbar gegenüberstehen. Während die Unternehmen die Sozialpartnerschaft längst aufgekündigt haben, halten die Gewerkschaften mit einer unverständlichen Beharrlichkeit an dieser fest. Im Zweifelsfall basteln sich Unternehmen wie “Aldi” oder “Pin” ihre gelbe Gewerkschaft. Oder es werden mit “christlichen Gewerkschaften”, die sich in ihrer Nächstenliebe zum Niedriglohn auszeichnen, verbindliche Tarifverträge ausgehandelt. Gewerkschaften: Macht endlich Schluss mit der Sozialpartnerschaft!
Her mit dem politischen Streikrecht!
Während Unternehmer, wie im Falle von Peter Hartz, die Sozialpolitik eines Staates mitprägen und für einen einzigartigen sozialen Kahlschlag verantwortlich sind, haben die ArbeitnehmerInnen keine Lobby. Zwar definieren sich Parteien wie “Die Linke” als Vertreter des “kleinen Mannes”; sich vertreten kann der kleine Mann nur selbst. Es muss in Deutschland endlich möglich sein, auch aus politischen Gründen zu streiten. Wir sprechen uns darüber hinaus auch für ein Recht auf einen Generalstreik aus. Es trifft immer die Richtigen.
Raus zum 1. Mai!
Die GRÜNE JUGEND Brandenburg fordert alle BürgerInnen dazu auf, an den Maidemonstrationen teilzunehmen. Für eine soziale und gerechte Welt. Das Recht auf Teilhabe am Wohlstand dieser Welt ist ein Menschenrecht und gilt für jedeN - überall. Jegliche nationale Beschränktheit lehnen wir ab, denn die Kämpfe für eine bessere Welt sind global.
Foto: flickr.com / phillipe leroyer
Apr 19
2008
Sarah
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LMV
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Liebe Freundinnen und Freunde,
in gut zwei Wochen ist 1. Mai, ein einst so symbolisches Datum für die ArbeiterInnenbewegung. Prekarisierung und Niedriglöhne stehen einem konjunkturellem Aufschwung und betrieblicher Expansion gegenüber. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung selbst in wirtschaftlich guter Lage keine Verbesserung sieht, läuft etwas falsch.
Wir wollen euch mit diesem Schreiben zu unserer nächsten LMV zum Thema “Arbeit” in unserer Landesgeschäftsstelle, Dirschauerstr. 13 in Berlin-Friedrichshain einladen.
Als Referenten haben wir zwei Mitglieder der Lokalförderation der anarchosyndikatlistischen Gewerkschaft FAU gewonnen, die uns die Kampagne “Keine Arbeit ohne Lohn” vorstellen werden. Ziel dieser Kampagne ist es, verschiedenste Bevölkerungsgruppen, die entgeltlos arbeiten, seien es PraktikantInnen oder ProberarbeiterInnen, für diese spezifische Form kapitalistischer Ausbeutung zu sensibilisieren.
Darüber hinaus werden wir über einen Antrag zur Legalisierung von Inzest, einen Satzungsänderungantrag und den Text für unser neues Grundsatzprogramm entscheiden. Ebenso muss der Vorstand noch politisch und finanziell entlastet werden. Die Frauen haben dann noch die Möglichkeit ihre frauenpolitische Sprecherin im Landesvorstand zu wählen.
Anträge sind per antrag@gj-bb.de zustellen, um Anmeldung bei Tobias (tobias@gj-bb.de) wird gebeten.
Mit freundlichen Grüßen,
euer Landesvorstand.
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Die GRÜNE JUGEND Brandenburg lädt alle InteressentInnen zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Biodiversität ein.
„Artenschutz ist kein unwichtiger Bereich der Umweltpolitik, sondern von grundlegender Bedeutung“, sagte FLORIAN STELZER, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Brandenburg. In Zeiten der globalen Erwärmung seien die Ökosysteme der Erde durch den drohenden Klimawandel akut gefährdet. Die biologische Vielfalt wirke als natürlicher Schutz gegen diese zerstörerischen Einflüsse.
Auch in Brandenburg sei die einheimische Artenvielfalt bedroht. Dazu erklärte STELZER: „Zurzeit wird in Brandenburg mit genetisch verändertem Saatgut experimentiert. Die neuen Arten sind resistenter als ihre natürlichen Konkurrenten. Wenn Samen von den Genfeldern in die Natur gelangen, kann das dazu führen, dass Pflanzen, die hier seit Jahrtausenden wuchsen, verdrängt werden und aussterben.“
Mit der Veranstaltung wolle die Grüne JUGEND Brandenburg auf den Wert der Biodiversität und die aktuelle Gefahr durch landwirtschaftliche Gentechnik aufmerksam machen.
Das Seminar wird am Samstag, 12.04.2008 von 10:00 bis 18:00 Uhr im Haus der Natur in der Lindenstraße 34 in Potsdam stattfinden. Als Referentinnen sind Kathrin Henneberger (Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND) und Dr. Steffi Ober (NABU) eingeladen.
Um Anmeldung per E-Mail an tobias@gj-bb.de wird gebeten.
Anlässlich des Tags der älteren Generation am 2. April 2008 erklärt SARAH BENKE, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg:

„In unserem Bundesland ist derzeit jeder fünfte Mensch älter als 65 Jahre. In 20 Jahren wird es jeder Dritte sein. Dies verdeutlicht, dass die Landesregierung schon jetzt Maßnahmen einleiten muss, die den demografischen Wandel in Brandenburg über einen langen Zeitraum begleiten und gestalten können.
Der Dialog der Generationen kann hierzu eine wichtige Orientierungshilfe sein. Denn nur durch die Förderung des Zusammenhalts der Generationen ist es möglich, dass sowohl ältere als auch jüngere Menschen ihre Potenziale nutzen und entfalten können. Eine bedeutende Maßnahme hierzu stellt die Einrichtung und Etablierung von Mehrgenerationenhäusern dar.
Derzeit fördert der Bund 500 Mehrgenerationenhäuser in ganz Deutschland – neun davon stehen in Brandenburg. Als Anlaufstellen für Menschen jeden Alters übertragen sie das Prinzip der Großfamilie in eine moderne Gesellschaft mit veränderten Sozialstrukturen.
Die GRÜNE JUGEND Brandenburg spricht sich für die flächendeckende Förderung und Etablierung von Mehrgenerationenhäusern in Brandenburg aus. Wir fordern, dieses Konzept angesichts der Besonderheit des demografischen Wandels in Brandenburg langfristig zu unterstützen und den Ausbau der sozialen Netzwerke in den Kommunen zu begleiten.“
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