Der Verein “Opferperspektive” veröffentlichte am 26.02.2007 die unveränderte hohen Zahlen im Bezug auf rechtsextreme Gewalt in Brandenburg. Dazu erklärt der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Brandenburg:

“Es ist erschreckend, dass sich die Zahlen rechtsextremer Gewalt auf hohem Niveau stabilisieren. Besonders bedrückend ist, das Nazis immer militanter gegen ausländische Gewerbetreibende vorgehen. So gab es mit 6 Brandstiftungen 5 mehr als im Vorjahr.

Skandalös sei das Verhalten des LKA, Informationen über die Opfer rechte Gewalt nicht an Beratungsstellen wie die Opferperspektive weiterzugeben, so die Jugendorganisation weiter.

“Den Opfern wird so eine dringend benötigte professionelle Beratung verwehrt. Die Gewalterfahrung trifft sie also doppelt: zu dem gewalttätigen Angriff kommt dann noch die fehlende Unterstützung zur Verarbeitung der Tat hinzu.” erklärte die GRÜNE JUGEND BRANDENBURG abschließend.

Feb 23 2008

Frisches von der LMV

Sarah | LMV | 0 Kommentare

Der erste Tag unserer Landesmitgliederversammlung in Frankfurt (Oder) ist nun vergangen.

ReferentInnen

Wir befinden uns in einem alternativen Jugendzentrum mitten in der Stadt und durften schon spannende Vorträge zu den Themen “Alternative Schulformen” und “Frauenpolitik in der GRÜNEN JUGEND” hören, die zu interessanten Diskussionen anregten. Zum Mittag gab es ein leckeres Chili con Veggie und auch sonst fühlen wir uns sehr wohl.

Natürlich wurden wir auch selbst aktiv. So kritisierten wir nicht nur das brandenburgische Schulsystem, sondern entwickelten auch unsere eigenen Ideen zur Verbesserung des Schulalltages.

Morgen werden wir eine Grundsatzdebatte führen, um unsere Positionen im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes im Herbst zu festigen. Alternative SchulformenAußerdem stehen die Diskussion und Verabschiedung einiger Anträge sowie die Nachwahl von RechnungsprüferInnen und Landesschiedsgericht an.

Wir sind gespannt auf den zweiten Tag unserer Landesmitgliederversammlung und freuen uns, dann auch Axel Vogel, den Landesvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Brandenburg, bei uns begrüßen zu können.

Sarah BenkeAnlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache am 21. Februar 2008 erklärt SARAH BENKE, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Brandenburg:

„Die Benachteiligung gehörloser Kinder muss endlich beendet werden! Obwohl die Deutsche Gebärdensprache seit 2002 offiziell als eigenständige Sprache anerkannt ist, gibt es noch immer gravierende Mängel in ihrer Anwendungsfreiheit. So ist es gängige Praxis, dass hörgeschädigte Kinder und Jugendliche in Schulen verbal unterrichtet werden und der Unterricht in Gebärdensprache die Ausnahme bleibt.

Die GRÜNE JUGEND Brandenburg hält es für unerlässlich, dass Gehörlose auch in Gebärdensprache unterrichtet werden. Für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche, gerade, wenn sie in einer hörenden Familie aufwachsen, ist es unabdingbar, eine umfangreiche Förderung in Gebärdensprache zu erhalten, da dies die einzige Sprache ist, die sie auf natürlichem Wege erlernen und als Muttersprache annehmen können. gebaerdenNur die Fähigkeit, in ihrer Muttersprache perfekt kommunizieren zu können, erlaubt es den Kindern, ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen und sich mit der Kultur der Gehörlosen zu identifizieren. Negative Einschränkungen ergeben sich aus der Situation, die Laut- und Gebärdensprache nur ungenügend zu beherrschen. Bleibt die Förderung gebärdensprachlicher Kompetenz aus, verschlechtern sich die Ausgangsbedingungen, wodurch die Bildungsentwicklung des Kindes gehemmt wird.

Wir halten das Konzept einer einseitig auf Hör- und Sprechentwicklung zentrierten Förderung für falsch, weil es die Notwendigkeit einer ungehinderten Kommunikation negiert. Die Erfolge der bilingualen Schulversuche in Hamburg und Berlin haben gezeigt, dass gehörlose SchülerInnen wesentlich größere Chancen besitzen, ein höheres Bildungsniveau zu erreichen, wenn ihre Förderung nicht nur auf den Erwerb der Lautsprache beschränkt bleibt.

Deshalb sind wir der Meinung, dass sich die Deutsche Gebärdensprache im Rahmen eines bilingualen Schulkonzepts an Gehörlosenschulen etablieren muss.“

2nd picture: kifa / license: creative commons

Frankfurt(Oder) // Slubice, Poland

Allgemeiner Studentischer Ausschuss
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Europa-Universität Viadrina
Paul-Feldner-Straße 9
15230 Frankfurt (Oder)

GRÜNE JUGEND Brandenburg
Landesgeschäftsstelle
Dirschauerstr. 13
10245 Berlin

Berlin, 4. Februar 2008

 

GrenzenLOS mit dem Bus!

Liebe AStA-Mitglieder,

euren Einsatz für die Einrichtung einer öffentlichen Buslinie zwischen Frankfurt (Oder) und Slubice freut die GRÜNE JUGEND Brandenburg sehr.

Mit eurem Projekt, welches als grenzüberschreitender StudentInnenbus zwischen der Viadrina, dem Collegium Polonicum und den polnischen Wohnheimen derzeit verwirklicht wird, zeigt ihr vor allem, dass kulturelles und gesellschaftspolitisches Engagement nicht alleinige Aufgabe der Parlamente sein dürfen. Ihr macht deutlich, dass eine öffentliche Buslinie zwischen beiden Städten in Zukunft nicht nur eine große Erleichterung für beidseitige PendlerInnen, sondern ebenso ein wichtiger Schritt zur symbolischen Grenzüberwindung zwischen Polen und Deutschland sein kann.

Die GRÜNE JUGEND Brandenburg unterstützt eure Idee, die Zwillingsstädte Frankfurt (Oder) und Slubice mithilfe des öffentlichen Verkehrs zu verbinden. Wir sind überzeugt, dass euer Projekt einen wichtigen Beitrag für das Zusammenwachsen der Grenzregionen darstellt.

Deshalb unterstützen wir euer Anliegen, langfristig eine öffentliche Linie zu etablieren, welche von allen FrankfurterInnen und SlubicerInnen genutzt werden kann.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen weiterhin erfolgreichen Einsatz für ein multikulturell geprägtes Frankfurt (Oder) und Slubice, in dem die Grenze nicht nur im Sinne des Schengen-Raums, sondern auch in den Köpfen überwunden wird. Das ist, vor allem hinsichtlich der Panikmache seitens der Bundes- und Landespolizei, der Medien sowie einiger engstirniger PolitikerInnen bezüglich der vermeintlichen Zunahme osteuropäischer Kriminalität, mehr als nur nötig.

Mit solidarischen Grüßen,

SARAH BENKE
Sprecherin GRÜNE JUGEND Brandenburg

picture: Frankfurt(Oder) // Slubice, Poland / license: creative commons