Junggrüner Kandidat streitet gegen Seenprivatisierung

benjamin-raschke-i.jpgMellensee, 26. Juli 2009. Welche Folgen hätte die Privatisierung der Brandenburger Seen? Wie lässt sich die Privatisierung des Mellensees noch stoppen? Auf dem Fischerfest in Mellensee diskutierten engagierte BürgerInnen mit den KandidatInnen für die Landtags- und Bundestagswahl. Unter Ihnen auch Benjamin Raschke, junggrüner Direktkandidat im Wahlkreis 63.

Bürgerinnen und Bürger gegen Privatisierung

Über 3000 Seen nennt das schöne Brandenburg sein eigen. Noch. Denn über 300 von ihnen könnten zum Verkauf anstehen. Hintergrund. Die Gewässer stammen aus dem Vermögen der ehemaligen DDR und werden nun Stück für Stück
privatisiert. Wozu dies schlimmstenfalls führen kann, zeigt das Beispiel Wandlitzsee. Nach dem Verkauf 2003 wollte der Investor Unsummen von den Anliegern für Bootsstege und das Strandbad. Ähnliches droht auch dem Mellensee im Süden Brandenburgs. Um dem zuvorzukommen, wehren sich die BürgerInnen, vor allem im Verein “Pro Mellensee”. Sie haben eine online-Petition gestartet, die beachtliche 29.000 Menschen unterzeichnete – genug, um im Petitionsausschuss des Bundestages behandelt zu werden.

Fischerfest Mellensee Grüner Antrag abgelehnt

Die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg, Cornelia Behm, hatte im Bundestag zudem einen Antrag eingebracht, um zumindest ein
Verkaufsmoratorium zu erreichen. Die Grünen wollen die Seen im Besitz der öffentlichen Hand belassen, wenn der Gemeinwohlnutzen überwiegt – sie also für Ökologie, Landschaftswasserhaushalt, Naherholung und Naturtourismus besonders wertvoll sind. Der Antrag wurde bereits in den Ausschüssen von Union, SPD und FDP abgelehnt, die Linke hatte sich stets enhalten. Nun warten sie auf bessere Mehrheiten nach der Bundestagswahl, um den Antrag einzubringen.

Die Aktiven vor Ort denken ebenfalls nicht ans Aufgeben. Auch nach Ende der Petitionsfrist sammeln sie Unterschriften. Sie wollen den Wahlkampf nutzen, um ihrem Anliegen Gehör zu verschaffen.

Mehr zum Thema:

Bundestagskandidat der GRÜNEN JUGEND beim Jungwählerforum in Senftenberg

benjamin-raschke-i.jpg Senftenberg, 9. Juli 2009. Zu einem Jungwählerforum eingeladen hatte die Netzwerkstelle OSL “Demokratische Kultur” der Stiftung Sozialpädagogisches Institut “Walter May”. Dem Ruf folgten 12 KandidatInnen, darunter Benjamin Raschke von der GRÜNEN JUGEND und Dirk Marx vom grünen Kreisverband OSL.

Fast 140 Schülerinnen und Schüler diskutierten im Gymnasium am Senftenberger See mit den KandidatInnen über Bildungs- und Verbraucherpolitik, über die Internetsperren und vor allem über Jugendarbeit als Mittel gegen Rechtextremismus in der Region.

Am Ende einer spannenden Diskussion stand des Feedback eines Teilnehmers: “Ich habe mit
einigen darüber gesprochen und wir waren uns einig, das ihr beide die Grüne als eine moderne, jugendgerechte Partei vorgestellt habt, die die anderen im wahrsten Sinn alt aussehen ließ – Ihr habt sehr gut überzeugt!”

Einen Bericht der Lausitzer Rundschau findet ihr hier.

Neues UNKRAUT da!

Die gemeinsame Mitgliederzeitschrift der Ost-Landesverbände der GRÜNEN JUGEND und der GRÜNEN JUGEND Berlin ist ab sofort zum Download verfügbar.

Schwerpunkt in dieser Ausgabe ist die Braunkohleförderung in Ostdeutschland. Neben einer Reportage aus der Lausitz über die Braunkohleförderung wird auch über den Widerstand gegen das Kohlekraftwerk in Lubmin berichtet.

Weitere Themen sind Aktionen gegen Gentechnik in Laase, ein Plädoyer für die Abschaffung des Inzestparagraphs, ebenso wie Ideen für eine weitere Ausgestaltung des Solidarpakt II. Darüber hinaus finden sich in dieser Ausgabe noch ein Artikel über Südafrika sowie Ankündigungen zu künftigen Veranstaltungen der GRÜNEN JUGEND im Osten der Bundesrepublik. Dazu zählt unter anderem der Ostkongress, der vom 4. bis zum 6. Juli in Berlin stattfinden wird. Hier geht’s zur Anmeldung.